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Rudolf Schieffer
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Rudolf Schieffer (* 31. Januar 1947 in Mainz; â 14. September 2018 in Bonn) war ein deutscher Historiker mit dem Schwerpunkt frĂŒhes und hohes Mittelalter. Er gehörte international zu den wichtigsten und einflussreichsten Erforschern des europĂ€ischen Mittelalters.
Schieffer lehrte als Professor fĂŒr Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der UniversitĂ€t Bonn (1980â1994). AnschlieĂend war er von 1994 bis 2012 PrĂ€sident der Monumenta Germaniae Historica (MGH), des bedeutendsten Instituts, das sich der Erforschung des Mittelalters und der Edition mittelalterlicher Quellen widmet. WĂ€hrend seiner PrĂ€sidentschaft war er zugleich Professor fĂŒr Geschichte an der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen. In allen Abteilungen der MGH konnten unter Schieffers PrĂ€sidentschaft groĂe editorische Fortschritte verzeichnet werden. Bleibende Verdienste fĂŒr die MGH erwarb sich Schieffer als Editor durch die langjĂ€hrige Arbeit an den Briefen und Schriften Hinkmars von Reims. Zu seinen bevorzugten Forschungsgebieten gehörten die Karolingerzeit und der Investiturstreit.
Contents
âą Leben
âą Karolinger
âą Reichskirche
âą Literatur
âą Weblinks
âą Anmerkungen
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Leben
Herkunft und frĂŒhe Jahre
Rudolf Schieffer war das Ă€lteste Kind einer Gelehrtenfamilie. Seine beiden Schwestern wurden 1948 und 1951 geboren. Sein GroĂvater Heinrich Schieffer (1878â1949) war Volksschulrektor und Stadtschulrat in Godesberg. Sein Vater war der Historiker Theodor Schieffer, der 1942 Anneliese Schreibmayr (1915â1981) in Berlin heiratete. Theodor Schieffer lehrte als Professor fĂŒr Mittlere und Neuere Geschichte sowie Historische Hilfswissenschaften ab 1951 zunĂ€chst in Mainz und dann von 1954 bis 1975 in Köln. Die Familie zog daher von Mainz nach Bad Godesberg um. Er wuchs in einem ausgeprĂ€gt katholischen Elternhaus auf. Von 1953 bis 1966 besuchte er Schulen in Mainz und Bad Godesberg. Das Abitur legte er 1966 am Aloisiuskolleg der Jesuiten in Bad Godesberg ab.
Schieffer studierte vom Sommersemester 1966 bis zum Sommersemester 1971 Geschichte und Latein an der UniversitĂ€t Bonn und fĂŒr ein Semester in Marburg, wo ihn vor allem Walter Schlesinger fĂŒr das Mittelalter begeisterte. Zu seinen akademischen Lehrern zĂ€hlten auch Helmut Beumann, Eugen Ewig, Paul Egon HĂŒbinger, Dieter Schaller, Stephan Skalweit und Johannes Straub. Viele davon hatte er bereits im Kindesalter als Kollegen seines Vaters kennengelernt.cite-ref-1[1] Dies erleichterte ihm auch den Einstieg in die wissenschaftliche Laufbahn. Theodor Schieffer hatte zunĂ€chst unter Paul Fridolin Kehr und spĂ€ter dann selbst mehrere UrkundenbĂ€nde der karolingischen Herrscher fĂŒr die Monumenta Germaniae Historica ediert. Der junge Schieffer half seinem Vater beim Kollationieren an den Handschriften.cite-ref-2[2]
Akademische Laufbahn
Die erste StaatsprĂŒfung legte er 1971 in Bonn fĂŒr das höhere Lehramt ab. Bereits im Jahr der StaatsprĂŒfung veröffentlichte er gleich vier AufsĂ€tze.cite-ref-3[3] Er war eine Zeit lang unsicher, ob er sich der Alten oder der Mittelalterlichen Geschichte widmen sollte. Er wurde nach eigener Aussage MediĂ€vist, âweniger weil, sondern eher obgleich mein Vater das auch warâ. FĂŒr mittelalterliche Geschichte hatte Schieffer sich entschieden, weil die von ihm favorisierte Kirchengeschichte dort am breitesten zur Geltung komme.cite-ref-4[4] Von 1971 bis 1975 war er wissenschaftlicher Angestellter im Projekt âSpĂ€tantike Reichskonzilienâ der Deutschen Forschungsgemeinschaft bei Johannes Straub in Bonn. Als Doktorand erarbeitete er einen Registerband zu den Akten der ökumenischen Konzile von 431 bis 553.cite-ref-5[5] Bei Eugen Ewig wurde er 1975 ĂŒber Die Entstehung von Domkapiteln in Deutschland promoviert.cite-ref-6[6] Nach der Promotion hatte er die Möglichkeit, zwischen einer Assistentenstelle bei Eduard Hlawitschka an der UniversitĂ€t DĂŒsseldorf, einer Mitarbeiterstelle am Deutschen Historischen Institut in Rom oder einer Stelle bei den Monumenta Germaniae Historica zu wĂ€hlen.cite-ref-7[7] Schieffer nahm das Angebot von Horst Fuhrmann an und ging nach MĂŒnchen. Dort war er von 1975 bis 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica (MGH). Von 1976 bis 1979 war Schieffer Lehrbeauftragter fĂŒr Historische Hilfswissenschaften an der UniversitĂ€t Regensburg. Im Jahr 1979 habilitierte er sich dort mit einer Schrift ĂŒber Die Entstehung des pĂ€pstlichen Investiturverbots fĂŒr den deutschen König.
Im Jahre 1980 wurde er mit 33 Jahren Nachfolger seines akademischen Lehrers Eugen Ewig als Professor fĂŒr Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der UniversitĂ€t Bonn. Schieffer hielt dreistĂŒndige Vorlesungen ab (eine Stunde donnerstags und freitags zwei Stunden). Das Thema seines Hauptseminars wĂ€hlte Schieffer stets aus der Epoche, die er im vorherigen Semester in der Vorlesung behandelt hatte. Das Hauptseminar wurde immer am Freitagabend von 18 bis 20 Uhr abgehalten.cite-ref-8[8] Schieffer hatte nie einen Assistenten, sondern teilte die Stelle auf zwei Doktoranden auf, die einen Vertrag fĂŒr drei Jahre erhielten.cite-ref-9[9]
FĂŒr den PrĂ€sidenten der MGH Horst Fuhrmann, der im Jahr 1991 65 Jahre alt wurde, war Schieffer der Wunschnachfolger. Auf der 102. Plenarsitzung der Zentraldirektion wurde am 10./11. MĂ€rz 1992 Schieffer zum PrĂ€sidenten der MGH gewĂ€hlt. Er erkrankte jedoch schwer und musste sich langwierigen Behandlungen unterziehen.cite-ref-10[10] Erst am 1. April 1994 ging Schieffer an die UniversitĂ€t MĂŒnchen und ĂŒbernahm als Nachfolger Fuhrmanns die Leitung der Monumenta Germaniae Historica. Zugleich war er Professor fĂŒr Geschichte in MĂŒnchen (mit eingeschrĂ€nkter Lehr- und PrĂŒfungsverpflichtung). In Verhandlungen mit der Bayerischen Staatsregierung erreichte Schieffer, dass der mit dem PrĂ€sidium verbundene Lehrstuhl von Regensburg nach MĂŒnchen transferiert und mit einer Assistenzstelle ausgestattet wurde.cite-ref-11[11] Schieffer hatte als PrĂ€sident der MGH beruflich die Position erreicht, die seinem Vater noch verwehrt geblieben war. Theodor Schieffer hatte bei der PrĂ€sidentenwahl 1957 Herbert Grundmann den Vortritt lassen mĂŒssen. Mit seinem Sohn wurde 1994 nun der erste Katholik PrĂ€sident der von ihren AnfĂ€ngen her protestantisch geprĂ€gten Institution. Er nahm sich in seiner Anfangszeit rund zwei Jahre Zeit, um alle am Institut durchgefĂŒhrten oder begleiteten Projekte ausfĂŒhrlich kennen zu lernen.cite-ref-12[12] Schieffer setzte auch als PrĂ€sident seine RezensionstĂ€tigkeit fĂŒr das von den MGH herausgegebene Deutsche Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters fort. Mit Johannes Fried war er von 1994 bis zum Erscheinen des Heftes 68/2 (2012) ihr langjĂ€hriger Herausgeber. FĂŒr diese angesehene mediĂ€vistische Fachzeitschrift hatte er bereits fĂŒr die JahrgĂ€nge von 31 bis 36 (1975â1980) allein 444 Rezensionen verfasst. Bis zu seinem Tod waren es 3785 Rezensionen.cite-ref-13[13] FĂŒr andere Fachzeitschriften kamen 272 weitere Besprechungen hinzu.cite-ref-14[14] Die RezensionstĂ€tigkeit diente auch dazu, sich einen umfassenden Forschungshorizont zur mittelalterlichen Geschichte zu erarbeiten. In der Amtszeit Schieffers konnten â auch durch die Vorarbeit seiner VorgĂ€nger und die Verbesserung der Stellensituation â groĂe editorische Fortschritte erreicht werden, unter anderem durch die von Walter Koch seit 2002 betriebene Edition der Urkunden Friedrichs II. oder Hans Eberhard Mayers vierbĂ€ndige Edition der Urkunden der lateinischen Könige von Jerusalem.cite-ref-15[15]
Zu seinen gröĂten Verdiensten als MGH-PrĂ€sident zĂ€hlt Claudia Zey die AuĂenwirkung, die durch eine intensive Vortrags- und BeitragstĂ€tigkeit, seinen Einsatz im Wissenschaftsbetrieb und seine Herausgeberschaft des Deutschen Archivs erreicht wurde.cite-ref-16[16] Das Amt des PrĂ€sidenten der MGH hatte er bis 2012 inne. Schieffer setzte als PrĂ€sident auf bewĂ€hrte Methoden und Wege. Innovationen stand er skeptisch gegenĂŒber.cite-ref-17[17] Das ausgeprĂ€gte VerstĂ€ndnis seines VorgĂ€ngers Horst Fuhrmann fĂŒr die Belange der EDV teilte er nicht und wandte sich auch nicht dem elektronischen Edieren zu. Trotzdem konnten unter Schieffer groĂe Fortschritte in der digitalen Geschichtswissenschaft erzielt werden. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek wurde der in zwei Jahrhunderten erarbeitete Editionsstand der internationalen Forschung digital zugĂ€nglich gemacht.cite-ref-18[18]
Mit dem Ende seiner PrĂ€sidentschaft gerieten die MGH durch Strukturdiskussionen, SatzungsĂ€nderungen, Debatten um eine geeignete Nachfolgeregelung und Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern als Geldgeber ĂŒber mehrere Jahre in eine schwere Krise. In seinem letzten Jahresbericht 2011/12 als PrĂ€sident sprach er zu der damals noch nicht endgĂŒltig geklĂ€rten Nachfolge von âeiner Phase des Ăbergangs und der UngewiĂheitâ. Im Hinblick auf die finanzielle Lage befĂŒrchtete er Gefahren fĂŒr die âkonzeptionelle Fortentwicklung des Instituts und [âŠ] sein Leistungsvermögenâ.cite-ref-19[19] Schieffer wandte sich entschieden gegen die PlĂ€ne des Ministeriums, die MGH unter einem gemeinsamen Dach mit dem Historischen Kolleg, der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Arbeitsgemeinschaft auĂeruniversitĂ€rer historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik zu vereinen. Er wollte die Tradition der MGH bewahren, wie sie sich nach 1875 entwickelt hatte. Durch die PlĂ€ne des Ministeriums befĂŒrchtete er den Verlust der EigenstĂ€ndigkeit der einzelnen Institutionen und sah die Gefahr der Einflussnahme völlig fachfremder Instanzen ausgeliefert zu sein.cite-ref-20[20] Auch der mit der LMU geschlossene Kooperationsvertrag zur Besetzung des PrĂ€sidentenamtes entsprach nicht Schieffers Vorstellungen von der Autonomie der MGH. FĂŒr Schieffer war das PrĂ€sidentenamt der MGH der âOlymp der MediĂ€vistikâ. Er konnte es nicht verstehen, dass jĂŒngere Gelehrte, die er fĂŒr fĂ€hig hielt, ihm als PrĂ€sident nachzufolgen, dies ablehnten.cite-ref-21[21]
Als akademischer Lehrer betreute Schieffer 29 Dissertationen, 23 davon von 1980 bis 1994. In den 18 Jahren in MĂŒnchen kamen wegen seiner eingeschrĂ€nkten Lehrverpflichtung nur noch sechs weitere Dissertationen hinzu.cite-ref-22[22] Zu seinen akademischen SchĂŒlern gehörten unter anderem Bernd SchĂŒtte, Claudia Zey, Caspar Ehlers, Martina Giese, Jochen Johrendt, Martina Hartmann und Alheydis Plassmann. Unter den 29 Doktorarbeiten sind elf Editionen, die alle in den Editionsreihen der MGH erschienen sind.cite-ref-23[23]
Schieffer, der alleinstehend war, lebte nach seiner Pensionierung wieder in Bonn und setzte dort die wissenschaftliche Arbeit an den Hinkmar-Briefen aus den Jahren 868 bis 872 fort. Kurz vor seinem Tod erlebte er noch die Drucklegung des zweiten Teils. Im September 2018 verstarb er mit 71 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in seiner Wohnung. Er wurde im Familiengrab auf dem Burgfriedhof in Bad Godesberg beerdigt.cite-ref-24[24] Im MĂ€rz 2019 fand eine Gedenkfeier fĂŒr Schieffer in MĂŒnchen statt. Im selben Jahr erschien ein von der Monumenta Germaniae Historica herausgegebenes Gedenkheft.cite-ref-25[25]
Forschungsschwerpunkte
Schieffers Publikationsliste umfasst rund 390 Titel. Seine wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte waren die politische Geschichte sowie die Kirchen- und Rechtsgeschichte von der SpĂ€tantike bis zum 12. Jahrhundert, die Quellenkunde und die Textedition. Einige seiner Arbeiten behandeln aber auch die Geschichte der MediĂ€vistik des 19. und 20. Jahrhunderts und ihrer fĂŒhrenden Persönlichkeiten wie Wilhelm Levison,cite-ref-26[26] Gerold Meyer von Knonau,cite-ref-27[27] Wilhelm von Giesebrecht,cite-ref-28[28] Arno Borstcite-ref-29[29] und Paul Fridolin Kehr.cite-ref-30[30] Er nahm auch zu den NS-Verstrickungen der MediĂ€vistik Stellung.cite-ref-31[31] Oftmals beteiligte er sich an Fest- und Gedenkschriften. Von 180 BeitrĂ€gen in Sammelwerken sind 45 AufsĂ€tze in Festschriften veröffentlicht worden. Er selbst lehnte eine Festschrift zum 60., 65. oder 70. Geburtstag strikt ab und folgte damit der Maxime seines Vaters Theodor Schieffer.cite-ref-32[32] Ein wichtiges Kriterium fĂŒr wissenschaftliche Leistung war fĂŒr ihn nicht nur bei der EinschĂ€tzung der eigenen Arbeit, sondern auch in seiner weiteren Laufbahn als akademischer Lehrer und Gutachter das VerhĂ€ltnis von Zeitaufwand und Ertrag.cite-ref-33[33] Er selbst habilitierte sich nach nur drei Jahren mit einer fĂŒr heutige VerhĂ€ltnisse schlanken Arbeit von rund 250 Seiten. Im Vorwort vermerkte er mit einem genauen Datum prĂ€zise den Abschluss.cite-ref-34[34]
Seine frĂŒhen Arbeiten befassten sich mit Themen der SpĂ€tantike und der alten Kirchengeschichte. Bereits vor der Veröffentlichung seiner Dissertation erschienen zahlreiche AufsĂ€tze in angesehenen Fachzeitschriften, die sich mit den ökumenischen Konzilien im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes, aber auch mit dem hochmittelalterlichen Reformpapsttum und dem Investiturstreit befassten.cite-ref-35[35] In seiner 1976 veröffentlichten Dissertation arbeitete er die Entstehung der Domkapitel von der Einrichtung der BistĂŒmer im FrĂŒhmittelalter bis zur Bildung von Kanonikergemeinschaften im 11. Jahrhundert heraus. Die Arbeit wurde zu einem Standardwerk.
Seine beiden bevorzugten Themen waren die Karolinger und das 11. Jahrhundert als Zeitalter von Kirchenreform und Investiturstreit. Seine Arbeiten zeichneten sich in der Herangehensweise durch eine mikrohistorische Analyse relativ begrenzter ZeitrĂ€ume,cite-ref-36[36] eine begriffsgeschichtliche und quellenkundliche Perspektivecite-ref-37[37] oder einen chronologisch systematisierenden LĂ€ngsschnitt ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum aus.cite-ref-38[38] Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragen wurden im Vergleich zu den religiösen und politischen Entwicklungsprozessen Europas kaum behandelt.cite-ref-39[39] In seinen spĂ€teren Arbeiten behandelte er auch die âhistorische Dimension der europĂ€ischen Einigungsdebatteâ.cite-ref-40[40] Sein Bestreben zur inhaltsreichen Zusammenfassung auf knappen Raum zeigte sich nicht nur in seiner RezensionstĂ€tigkeit, sondern auch in seinen historischen Synthesen zu den Karolingerncite-ref-41[41] und zu den Salierncite-ref-42[42] sowie seiner regen Beteiligung an wichtigen EnzyklopĂ€dien. So verfasste er 60 Artikel fĂŒr das Lexikon des Mittelalters, 32 fĂŒr die dritte Auflage des Lexikons fĂŒr Theologie und Kirche, 15 fĂŒr das Verfasserlexikon und 22 fĂŒr die Neue Deutsche Biographie.
Schieffer war nicht nur in Wissenschaftskreisen als Referent gefragt, sondern hielt hĂ€ufig auch VortrĂ€ge im auĂeruniversitĂ€ren Kontext. Die Vermittlung der wissenschaftlichen Erkenntnisse ĂŒber das enge Fachpublikum hinaus war ihm ein wichtiges Anliegen. Wiederholt unterstĂŒtzte er Museen als Ratgeber und verfasste als Autor BeitrĂ€ge zu mittelalterlichen Themen zu den Katalogen groĂer Ausstellungen.cite-ref-43[43] Vielfach referierte er zu Abend- oder EröffnungsvortrĂ€gen von Tagungen oder Ausstellungen.
Arbeiten fĂŒr und ĂŒber die Monumenta Germaniae Historica
Schieffers Leben und Werk waren eng mit den Monumenta Germaniae Historica verknĂŒpft. Horst Fuhrmann holte ihn 1975 nach MĂŒnchen und beauftragte ihn mit der Herausgabe der Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims aus dem 9. Jahrhundert.
Im Jahr 1996 organisierte er ein Kolloquium der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica in MĂŒnchen ĂŒber âMittelalterliche Texte. Ăberlieferung â Befunde â Deutungenâ.cite-ref-44[44] Er ĂŒbernahm 1998 die Organisation eines Kolloquiums der Monumenta Germaniae Historica und der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in MĂŒnchen ĂŒber âQuelleneditionen und kein Ende?âcite-ref-45[45] Es war eines der ersten Kolloquien, das der schwindenden Bedeutung des Edierens entgegenzuwirken versuchte.cite-ref-46[46]
Schieffer veröffentlichte zahlreiche BeitrĂ€ge zur Geschichte der Monumenta Germaniae Historica. Er behandelte die AnfĂ€ngecite-ref-47[47] und ihre ersten Begegnungen mit Frankreich. Dabei stellte er fest, dass die ersten BemĂŒhungen der Quellensichtung in Paris von antifranzösischen Ressentiments geprĂ€gt waren. Dies Ă€nderte sich erst nach Freiherr vom Steins Tod in den 1830er Jahren. Es kam âzu einer gewissen Angleichung der Forschungsstile und Arbeitsziele beiderseits des Rheinsâ.cite-ref-48[48] In einem anderen Beitrag lieferte er einen Ăberblick ĂŒber die Editionsprojekte und die Forschungsarbeit zum frĂŒh- und hochmittelalterlichen Kirchenrecht seit der Neuorganisation der MGH-Reihen im Jahre 1875.cite-ref-49[49] AuĂerdem befasste er sich mit der bayerischen EinschĂ€tzung der Monumenta Germaniae Historica zur Zeit der GrĂŒndung der Historischen Kommission,cite-ref-50[50] den monastischen Gelehrten in den Monumenta Germaniae Historicacite-ref-51[51] oder mit den Memorialquellen.cite-ref-52[52]
Karolinger
Die FortfĂŒhrung der Edition der Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims markiert auch den Beginn der BeschĂ€ftigung mit der Karolingerzeit. Seine Forschungen machten ihn darin zu einem Spezialisten. Er organisierte das Kolloquium der Nordrhein-WestfĂ€lischen Akademie der Wissenschaften am 17./18. Februar 1994 in Bonn ĂŒber die Schriftkultur und Reichsverwaltung unter den Karolingern. Die Referate gab er zwei Jahre spĂ€ter heraus. Dabei wollte man âdie Herrscherurkunden als Ausdruck einer umfassenden Schriftkultur [âŠ] begreifen, die unter den Karolingern ihren ersten nachantiken Höhepunkt erlebteâ.cite-ref-53[53]
Zu dieser Epoche legte er Synthesen vor, wie sein erstmals 1992 erschienenes Werk Die Karolinger, das als Standardwerk zur Geschichte der Karolingerzeit gilt und bis 2014 fĂŒnfmal in seiner Grundstruktur unverĂ€ndert aufgelegt wurde.cite-ref-54[54] Mit dieser Monographie knĂŒpfte er an die Tradition seines Bonner Lehrers Eugen Ewig an, der sich in seinen Forschungen den Merowingern gewidmet hatte.cite-ref-55[55] Er veröffentlichte 2005 den Band ĂŒber die Karolinger der neuesten Ausgabe des klassischen Lehrbuchs der deutschen Geschichte, den âGebhardtâ.cite-ref-56[56] Auf lediglich 160 Seiten wurde das 9. Jahrhundert, das ĂŒber eine enorme QuellenfĂŒlle verfĂŒgt, behandelt. Schieffer konzentrierte sich auf die politischen, kirchen- und rechtsgeschichtlichen Aspekte.
In einem anderen Beitrag analysierte er die in frĂ€nkischer und karolingischer Zeit abgehaltenen Synoden nördlich der Alpen. Bei den Kontakten zwischen Papsttum und den nordalpinen Synoden stellte Schieffer fest, âdaĂ sich das Papsttum als Aufsichtsinstanz wie als Impulsgeber frĂ€nkischer Synodenâ durchsetzte.cite-ref-57[57] Er befasste sich mit der geringen Effizienz letztwilliger VerfĂŒgungen der Karolinger.cite-ref-58[58] In der Sitzung der Nordrhein-WestfĂ€lischen Akademie der Wissenschaften vom 18. Februar 2009 widmete er sich âden in Handschriften faĂbaren Spuren der Entstehung und Weiterentwicklung kompilatorischer Werke im Zuge der karolingischen Erneuerungâ.cite-ref-59[59]
Reichskirche
Durch Schieffers Arbeiten gilt das BeziehungsgefĂŒge von ottonischem Königtum und Reichskirche als gut erforscht. Auf dem Deutschen Historikertag 1988 in Bamberg leitete Hagen Keller die Sektion âGruppenbindung, Herrschaftsorganisation und Schriftkultur unter den Ottonenâ. Schieffer referierte zum Thema âDer ottonische Reichsepiskopat zwischen Königtum und Adelâ.cite-ref-60[60] Die in Bamberg gehaltenen VortrĂ€ge erschienen 1989 in den FrĂŒhmittelalterlichen Studiencite-ref-61[61] und gelten als wichtiger Ausgangspunkt fĂŒr eine Neubeurteilung der ottonischen Königsherrschaft.cite-ref-62[62] Er relativierte in dem Aufsatz die Verwendung des Begriffs Reichskirchensystem. Stattdessen sprach er sich fĂŒr eine zeitlich und graduelle Differenzierung aus, indem er vor der Ăbernahme eines fundamentalen konzeptionellen Entschlusses Ottos I. warnte und auf karolingische KontinuitĂ€ten verwies.cite-ref-63[63] Im Jahr 1998 legte er eine vergleichende Untersuchung zur karolingischen und ottonischen Kirchenpolitik vor.cite-ref-64[64] In der 368. Sitzung der Nordrhein-WestfĂ€lischen Akademie der Wissenschaften am 20. Oktober 1993 in DĂŒsseldorf widmete er sich dem sogenannten Ottonisch-salischen Reichskirchensystem. Er arbeitete die Unterschiede zwischen zeitgenössischer Wahrnehmung und der heutigen Sichtweise heraus. Er kam zum Ergebnis, dass dieses System so systematisch nicht war. Keine der mittelalterlichen Quellen stelle ein Reichskirchensystem dar.cite-ref-65[65] Vielmehr fuĂen alle Lehr- und HandbĂŒcher zum Thema Reichskirche âauf einem Mosaik von Zeugnissen zu je einzelnen VorgĂ€ngen und Teilaspektenâ.cite-ref-66[66] Schieffer arbeitete auĂerdem in dem Akademievortrag in einem europĂ€ischen Vergleich die sehr unterschiedliche Entwicklung in England, Frankreich und Burgund im VerhĂ€ltnis zwischen König und Kirche heraus. Dadurch ergaben sich neue Einsichten in die ostfrĂ€nkisch-deutschen Besonderheiten. Fast zeitgleich zum Akademievortrag erschien ein Beitrag von ihm zu den Bischofserhebungen im westfrĂ€nkisch-französischen Bereich im spĂ€ten 9. und im 10. Jahrhundert.cite-ref-67[67]
Reformpapsttum und Investiturstreit
Schieffers Habilitationsschrift aus dem Jahr 1981 fĂŒhrte zu einer grundlegend neuen EinschĂ€tzung des Investiturstreites.cite-ref-68[68] Nach seinen Untersuchungen zur Investiturpraxis vertrat er die These, dass die königliche Investitur von Bischöfen im Konflikt zwischen Heinrich IV. und Gregor VII. im Jahre 1076 noch nicht verboten war. Erst nach Heinrichs IV. Gang nach Canossa im Januar 1077 wurde diese Praxis zum Problem. Das fĂŒr Kleriker geltende Verbot der Annahme von Investituren von Laien datiert von der römischen Herbstsynode von 1078.cite-ref-69[69] Auf der Fastensynode 1080 wurde dann Laien verboten, Investituren vorzunehmen. Nach Schieffers Ergebnissen war der Investiturstreit also die Folge der Auseinandersetzungen zwischen König und Papst, nicht deren Ursache. Die bisherige Forschung hatte noch eine zeitliche und sachliche VerknĂŒpfung von Investiturstreit und Investiturverbot angenommen und war davon ausgegangen, dass Gregor VII. bereits auf der Fastensynode des Jahres 1075 ein allgemeines Investiturverbot erlassen und Heinrich IV. damit das Investiturrecht entzogen hatte. Nach Schieffer waren die MaĂnahmen dieser Fastensynode dagegen lediglich eine pĂ€pstliche Sanktion fĂŒr den Fall, dass Heinrich den Kontakt mit seinen gebannten Ratgebern nicht aufgebe. Seine Deutung von Anlass und Verlauf des Konflikts hat in der Forschung breite Akzeptanz gefunden.cite-ref-70[70] Lediglich Johannes Laudage plĂ€dierte weiter fĂŒr ein pĂ€pstliches Investiturverbot von 1075,cite-ref-71[71] und Uta-Renate Blumenthal sah in den MaĂnahmen nur ein vorĂŒbergehendes Investiturverbot.cite-ref-72[72] Schieffer hat sich an der WeiterfĂŒhrung der Diskussion zur Investiturfrage in mehreren AufsĂ€tzen vor allem mit dem Problem der Simonie von der SpĂ€tantike bis zu den Kirchenreformen befasst.cite-ref-73[73] Nach der Habilitationsschrift von Schieffer wurde verstĂ€rkt vom âsogenannten Investiturstreitâ gesprochen. Alternative Bezeichnungen zu dieser Epoche wie Gregorianische Reform oder Kirchenreform konnten sich nicht durchsetzen, so dass in der aktuellen Forschung wieder der Begriff Investiturstreit verwendet wird.cite-ref-74[74]
Schieffer widmete sich anhand vor allem historiographischer Quellen der Rezeptionsgeschichte des Investiturstreites seit dem Wormser Konkordat von 1122. In England wurden die Ereignisse eher am Ende des Konflikts gedeutet und in Frankreich vor allem punktuell am Geschehen von 1111, 1119 und 1122 registriert. In England und Frankreich verblasste recht schnell die Erinnerung an den Streit und seinen Verlauf. Neue Auseinandersetzungen bestimmten die Darstellung der Historiographen. In Italien fiel die Resonanz ausgesprochen dĂŒrftig aus und konzentrierte sich hauptsĂ€chlich auf das Erste Laterankonzil von 1123. In der Chronistik des stĂ€dtisch geprĂ€gten Oberitalien konnte Schieffer ĂŒberhaupt keinen Hinweis auf das beigelegte Investiturproblem ausfindig machen.cite-ref-75[75] In einem anderen Aufsatz befasste er sich mit der Frage, was die historiographischen Quellen nördlich und sĂŒdlich der Alpen aus drei Ereignissen 1076/77 gemacht haben: Die am 24. Januar 1076 in Worms ausgesprochenen Sanktionen Heinrichs IV. gegen Papst Gregor VII, die daraufhin erfolgte Exkommunikation des Königs in Rom durch den Papst und die zeitweilige Ăberwindung des Konflikts Ende Januar 1077 in Canossa. Diese Ereignisse sind durch imperiale und pĂ€pstliche Zeugnisse bestens dokumentiert. Schieffer stellte in seiner Untersuchung erhebliche regionale Unterschiede und Verformungen fest. Die Bannung Heinrichs IV. blieb als eher isoliertes Ereignis am stĂ€rksten im historischen GedĂ€chtnis haften, wĂ€hrend Heinrichs BuĂe in Canossa in ihrer Tragweite selbst innerhalb des Reiches beschrĂ€nkt blieb.cite-ref-76[76]
Schieffer hat den Begriff der âpapstgeschichtlichen Wendeâ in die wissenschaftliche Diskussion eingefĂŒhrt. Mit diesem Begriff ist die Zeit des Reformpapsttums zwischen Papst Leo IX. und dem IV. Laterankonzil gemeint. Schieffer hat 2002 die These vertreten, âdaĂ das sogenannte Reformpapsttum der zweiten HĂ€lfte des 11. Jahrhunderts in zuvor ungekannter Weise die lateinische Gesamtkirche aus eigenem Antrieb zu lenken begann, und zwar weniger nach neuartigen theologischen Konzepten als dank praktischer Erfahrungenâ.cite-ref-77[77] Die zunehmende pĂ€pstliche Eigeninitiative zur Durchsetzung pastoraler Ziele fand mit den Briefen Gregors VII. ihren Höhepunkt. Er befasste sich in diesem Zusammenhang auch mit dem Sutrilied (Rithmus ad Henricum imperatorem), in welchem das Eingreifen Heinrichs III. 1046 in die VerhĂ€ltnisse des Papsttums beschworen wird. Dabei sprach er sich fĂŒr eine Datierung des Gedichtes nach 1046 aus und schĂ€tzte das Werk als nachtrĂ€gliche Rechtfertigung fĂŒr Heinrichs III. MaĂnahmen ein.cite-ref-78[78]
In seiner 2006 veröffentlichten Skizze der Geschichte und Entwicklung des Reformpapsttums seit der Kaiserkrönung Heinrichs III. analysierte er auch die Rolle der salischen Herrscher und des römischen Adels bei der Papstwahl. Im Ergebnis wĂŒrdigte er die BuĂe Heinrichs IV. auf der Burg der MarkgrĂ€fin von Tuszien als âMeilensteinâ in der Geschichte des Papsttums.cite-ref-79[79] Das auf der Fastensynode 1076 gegen Heinrich IV. ausgesprochene âunbefristete Herrschaftsverbotâ möchte Schieffer in einem 2009 veröffentlichten Beitrag als âeine auf Besserung abzielende Suspensionâ verstehen. Zu einer definitiven Absetzung wurde diese erst spĂ€ter von Gregor umgedeutet.cite-ref-80[80] Zahlreiche Arbeiten Schieffers befassten sich mit Papst Gregor VII. Er konnte nachweisen, dass es sich bei dem im pĂ€pstlichen Archiv aufbewahrten Briefregister des Papstes Gregor VII. entgegen bisheriger Behauptungen tatsĂ€chlich um das Original und nicht um eine spĂ€ter zusammengestellte Sammlung handelt.cite-ref-81[81] Er legte 1978 einen âVersuch ĂŒber die historische GröĂeâ Gregors VII. vor.cite-ref-82[82] Schieffer befasste sich in einem weiteren Beitrag mit der Behauptung, Gregor sei vor seinem Pontifikat Mönch gewesen. Jahrzehntelang galt es als unstrittig, dass Gregor aus dem Mönchsstand hervorgegangen ist. Nach seiner erneuten Durchsicht der spĂ€rlichen Quellen könne diese Frage aber kaum eindeutig mit ja oder nein beantwortet werden.cite-ref-83[83] Ăber Papst Gregor VII. legte er 2010 eine knappe Biographie vor.cite-ref-84[84] Er stĂŒtzte sich vor allem auf das Selbstzeugnis der knapp 400 ĂŒberlieferten Briefe, die einen âauthentischen Einblick in Stimmungen, Sorgen und PlĂ€ne des Papstes [geben], von denen wir sonst keine Vorstellung hĂ€ttenâ, und dafĂŒr sorgten, âdass wir ĂŒber Gregor VII. besser Bescheidâ wĂŒssten, âals ĂŒber jeden anderen Menschen des 11. Jahrhundertsâ.cite-ref-85[85]
Im Jahr 2013 veröffentlichte er eine etwa 350 Seiten umfassende Darstellung ĂŒber die Christianisierung und Reichsbildungen in Europa von 700 bis 1200. Es war zugleich seine umfangreichste Monographie. Er behandelte den âtiefgreifenden Wandelâ durch den âin der ersten HĂ€lfte des Mittelalters [âŠ] Europa in seiner (heutigen) staatlichen Vielfalt grundgelegtâ wurde, um âdie geschichtlich begrĂŒndete Problematik heutiger europĂ€ischer Integration besser zu verstehenâ.cite-ref-86[86] Schieffer zeichnete in seiner Darstellung âdas Bild eines plurikulturellen Europaâ. Er unterschied fĂŒnf Kulturzonen, den römisch-katholisch geprĂ€gten Westen, den griechisch-orthodoxen Osten, die Gebiete arabisch-muslimischer Expansion, die ausgedehnten Siedlungszonen der Slawen sowie die ânördliche und westliche Peripherieâ, die von germanischen, teilweise von keltischen Völkern bewohnt wurde. Die Arbeit wurde von Michael Borgolte als âMeisterwerkâ gewĂŒrdigt.cite-ref-87[87]
Quellenkunde und Textedition
Schieffer war mit der FortfĂŒhrung der Edition der Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims betraut, die Ernst Perels vor dem Zweiten Weltkrieg angefangen hatte. Er legte 1980 mit Thomas Gross eine kommentierte Edition des Traktats De ordine palatii in der Reihe MGH Fontes iuris vor.cite-ref-88[88] Schieffer fĂŒgte dem lateinischen Text eine deutsche Ăbersetzung bei. Dies war eine Neuerung fĂŒr MGH-Editionen in dieser Zeit.cite-ref-89[89] Im Jahr 2003 wurde ein weiterer Band von fĂŒnf Texten Erzbischofs Hinkmar von Reims (845â882) und seines Neffen und Suffragans Hinkmar von Laon bei den MGH publiziert.cite-ref-90[90] Als letztes Werk veröffentlichte er wenige Wochen vor seinem Tod die zweite Lieferung der Edition der Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims (Band 1, Teil 2: 868â872, Wiesbaden 2018).cite-ref-91[91] Sie umfasst 134 Briefe aus den Jahren 868 bis 872.
Auf Grundlage der Quellen versuchte Schieffer den Archipoeta zu identifizieren. Schieffer hat dabei eine Identifizierung mit dem Notar H der Kanzlei Rainalds von Dassel und weiter mit dem Leiter der Kölner Domschule, einem gewissen Radulf vorgeschlagen.cite-ref-92[92]
Bayerische Landesgeschichte
Durch den Wechsel nach MĂŒnchen traten auch Themen der bayerischen Landesgeschichte in seinen Forschungen hervor. Thematisch und zeitlich erstreckten sich diese Arbeiten von der Integration Bayerns in das Karolingerreich bis zum Wirken des Albertus Magnus, dem zeitweiligen Bischof von Regensburg. Probleme der allgemeinen Geschichte bestimmten Schieffers landesgeschichtliche Fragestellungen. FĂŒr den Band des Handbuchs der bayerischen Kirchengeschichte verfasste er den Beitrag zu Altbayern, Franken und Schwaben fĂŒr die Zeit von 1046 bis 1215.cite-ref-93[93] Sein letzter Beitrag zur bayerischen Landesgeschichte befasste sich mit dem VerhĂ€ltnis der PĂ€pste zu den bayerischen Herzögen im FrĂŒh- und Hochmittelalter.cite-ref-94[94]
Nach der SchlieĂung des Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte 2007 musste das Repertorium der deutschen Königspfalzen neu organisiert werden. Das groĂangelegte Projekt verzeichnet die Pfalzen, Königshöfe und ĂŒbrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters. Schieffer ĂŒbernahm fĂŒr das Repertorium der deutschen Königspfalzen fĂŒr Bayern mit Helmut Flachenecker die Herausgeberschaft. Der erste Teilband fĂŒr Bayerisch-Schwaben konnte 2016 veröffentlicht werden.
Ehrungen und Mitgliedschaften
Zahlreiche wissenschaftliche Mitgliedschaften unterstreichen seine wissenschaftliche Reputation ebenso wie vielfĂ€ltige Ehrungen.cite-ref-95[95] Schieffer war von 1984 bis 1990 Mitglied im Wissenschaftsrat. Er gehörte ab 1994 der âDeutschen Kommission fĂŒr die Bearbeitung der Regesta Imperii e. V.â an. Bereits 1995 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewĂ€hlt und bekleidete dieses Amt bis 2010. Schieffer wurde 1992 zum ordentlichen Mitglied der Nordrhein-WestfĂ€lischen Akademie der Wissenschaften und der KĂŒnste gewĂ€hlt. Als PrĂ€sident der Monumenta Germaniae Historica gehörte er von 1994 bis 2012 der Akademie als korrespondierendes Mitglied an. Von 2012 bis 2018 war er erneut ordentliches Mitglied der Nordrhein-WestfĂ€lischen Akademie der Wissenschaften und der KĂŒnste. Ab 2016 war er Mitglied des PrĂ€sidiums, ab 2017 SekretĂ€r der geisteswissenschaftlichen Klasse.
AuĂerdem war er Mitglied der Gesellschaft fĂŒr Rheinische Geschichtskunde (1981â2018), Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (1983â2018), Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1994â2018), corresponding fellow der Royal Historical Society (1995â2018), Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Albertus-Magnus-Instituts in Bonn (1996â2018), corresponding fellow der Medieval Academy of America (1997â2018), ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1997â2007),cite-ref-96[96] korrespondierendes Mitglied der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften (1998â2018), Mitglied der Akademie gemeinnĂŒtziger Wissenschaften zu Erfurt (seit 1998), korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2003â2018)cite-ref-97[97] und war Socio straniero der Accademia dei Lincei (2004â2018). Er war von 1993 bis 2016 Mitglied in der Mittelalter-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und von 2004 bis 2013 im dortigen Beirat der MGH-Constitutiones. Von 1994 bis 2018 war er Mitglied und von 1995 bis 2010 war er Stellvertretender Vorsitzender der âDeutschen Kommission fĂŒr die Bearbeitung der Regesta Imperii e. V.â Er war auch von 1993 bis 2018 im Beirat der Römischen Quartalschrift.
Schieffer war Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises fĂŒr mittelalterliche Geschichte (seit 1992) und in der Zeit von 2005 bis 2013 Mitglied in dessen Vorstand. Mit Peter Moraw hat er im Herbst 2001 zum 50-jĂ€hrigen JubilĂ€um der GrĂŒndung des Konstanzer Arbeitskreises fĂŒr mittelalterliche Geschichte die Tagung âDie deutschsprachige MediĂ€vistik im 20. Jahrhundertâ veranstaltet.cite-ref-98[98] Dazu steuerte er einen Beitrag ĂŒber die deutschsprachige MediĂ€vistik vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1918 bei.cite-ref-99[99] Der Tagungsband wurde 2005 veröffentlicht. Eine weitere Tagung des Konstanzer Arbeitskreises organisierte Schieffer im FrĂŒhjahr 2007 mit Theo Kölzer zum Thema âVon der SpĂ€tantike zum FrĂŒhmittelalter KontinuitĂ€ten und BrĂŒche, Konzeptionen und Befundeâ. Den Sammelband gaben Schieffer und Kölzer 2009 heraus.cite-ref-100[100] Schieffer hat sich an zahlreichen weiteren Tagungen des Arbeitskreises mit BeitrĂ€gen beteiligt.cite-ref-101[101]
Auch die Historische Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie zĂ€hlte ihn ab 2002 zu seinen auĂerordentlichen Mitgliedern. Er war 1975 auch Mitglied der Görres-Gesellschaft und war dort von 1991 bis 2016 ehrenamtlicher GeneralsekretĂ€r. AuĂerdem war er Mitglied in deren PrĂ€sidium und Vorstand.cite-ref-102[102] Ab 2012 war er Mitglied des Direktoriums des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. Im Jahr 2008 wurde ihm von der Stadt Magdeburg der Eike-von-Repgow-Preis fĂŒr seine Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte Mitteldeutschlands verliehen. Im selben Jahr wurde Schieffer mit dem Winfried-Preis von der Stadt Fulda fĂŒr die Erforschung des Lebens und Wirkens des Hl. Bonifatius geehrt. FĂŒr seine Verdienste als PrĂ€sident der MGH wurde er 2012 mit der Freiherr vom Stein-Medaille der MGH geehrt.
Schriften (Auswahl)
Schriftenverzeichnis
âą Schriftenverzeichnis Rudolf Schieffer, durchgesehen und ergĂ€nzt von Claudia Zey. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 45â75.
Quelleneditionen
âą mit Thomas Gross: Hinkmar von Reims, De ordine palatii (= Monumenta Germaniae Historica Fontes iuris Germanici antiqui in usum scholarum separatim editi. Band 3). Hannover 1980, ISBN 3-7752-5127-8 (Digitalisat).
âą Die Streitschriften Hinkmars von Reims und Hinkmars von Laon 869â871 (= Monumenta Germaniae Historica Concilia. Band 4, Supplementum 2). Hannover 2003, ISBN 3-7752-5355-6 (Digitalisat).
âą Die Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims. Teil 2. Nach Vorarbeiten von Ernst Perels und Nelly Ertl (= Monumenta Germaniae Historica. Epistolae. Band 8 = Epistolae Karolini aevi. Band 6). Harrassowitz, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-447-10074-8.
Monographien
⹠Die Entstehung von Domkapiteln in Deutschland (= Bonner Historische Forschungen. Band 43). Röhrscheid, Bonn 1976, ISBN 3-7928-0378-X (Zugleich: Bonn, UniversitÀt, Dissertation, 1974/75).
âą Die Entstehung des pĂ€pstlichen Investiturverbots fĂŒr den deutschen König (= Schriften der MGH. Band 28). Hiersemann, Stuttgart 1981, ISBN 3-7772-8108-5 (Zugleich: Regensburg, UniversitĂ€t, Habilitations-Schrift, 1979).
âą Die Karolinger (= Urban-TaschenbĂŒcher. Band 411). Kohlhammer, Stuttgart 1992 (5., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-023383-6).
âą Die Zeit des karolingischen GroĂreichs (714â887) (= Handbuch der deutschen Geschichte. Band 2). 10., völlig neu bearbeitete Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-60002-7.
âą Papst Gregor VII. Kirchenreform und Investiturstreit (= Beckâsche Reihe. Band 2492). Beck, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-406-58792-4.
âą Christianisierung und Reichsbildungen. Europa 700â1200 (= Beckâsche Reihe. Band 1981). Beck, MĂŒnchen 2013, ISBN 978-3-406-65375-9.
⹠Die Àltesten Judengemeinden Deutschlands. Schöningh, Paderborn 2015, ISBN 978-3-506-78475-9.
Herausgeberschaften
⹠BeitrÀge zur Geschichte des Regnum Francorum. Referate beim Wissenschaftlichen Colloquium zum 75. Geburtstag von Eugen Ewig am 28. Mai 1988 (= Beihefte der Francia. Band 22). Thorbecke, Sigmaringen 1990, ISBN 3-7995-7322-4 (Digitalisat).
⹠mit Peter Moraw: Die deutschsprachige MediÀvistik im 20. Jahrhundert (= VortrÀge und Forschungen. Band 62). Thorbecke, Ostfildern 2005, ISBN 3-7995-6862-X (Digitalisat).
âą mit Theo Kölzer: Von der SpĂ€tantike zum frĂŒhen Mittelalter. KontinuitĂ€ten und BrĂŒche, Konzeptionen und Befunde (= VortrĂ€ge und Forschungen. Band 70). Thorbecke, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-6870-8 (Digitalisat).
Literatur
Darstellungen
âą Eintrag Rudolf Schieffer. In: JĂŒrgen Petersohn (Hrsg.): Der Konstanzer Arbeitskreis fĂŒr mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises fĂŒr Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fĂŒnfzigjĂ€hrigen Bestehens 1951â2001. Band 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 341â347 (Digitalisat).
âą Schieffer, Rudolf. In: KĂŒrschners Deutscher Gelehrtenkalender. Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart. Band 3: MâSD. 26. Ausgabe. De Gruyter, Berlin u. a. 2014, ISBN 978-3-11-030256-1, S. 3175.
âą Patrick Bahners: Der JĂŒngling an der Quelle. Dem Historiker Rudolf Schieffer zum Sechzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Januar 2007, Nr. 24, S. 36 (online).
âą Patrick Bahners: Ordnung darf sein. Dem Historiker Rudolf Schieffer zum Siebzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Januar 2017, Nr. 26, S. 12.
âą Erich Meuthen: Laudatio auf Prof. Dr. Rudolf Schieffer. In: Rheinisch-WestfĂ€lische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1992. Opladen 1992, S. 98â101.
âą Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. Monumenta Germaniae Historica, MĂŒnchen 2019.
âą Wer ist wer? Das deutsche Whoâs Who. XLVII. Ausgabe 2008/2009, S. 1101.
âą WĂŒrdigung der neuen Mitglieder: Rudolf Schieffer. In: Bayerische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1990. MĂŒnchen 1991, S. 145â146.
âą WĂŒrdigung der neuen Mitglieder: Rudolf Schieffer. In: Bayerische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1997. MĂŒnchen 1998, S. 141â142.
Nekrologe
âą Patrick Bahners: Monumentist. Zum Tod des Historikers Rudolf Schieffer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. September 2018, Nr. 216, S. 12.
âą Patrick Bahners: Den Anfang macht das Register. Wissenschaft als Beruf bedeutet lebenslange Zuarbeit: Die deutschen Historiker nehmen Abschied von Rudolf Schieffer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 20. MĂ€rz 2019, Nr. 67, S. N3 (Digitalisat).
âą Matthias Becher: Nachruf auf Rudolf Schieffer in der Sitzung der Klasse fĂŒr Geisteswissenschaften am 13. Februar 2019. In: Jahrbuch Nordrhein-WestfĂ€lische Akademie der Wissenschaften. 2019, S. 127â131.
âą Enno BĂŒnz: Nachruf Rudolf Schieffer. In: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters. Band 75, 2019, S. 177â180.
âą Enno BĂŒnz: Nachruf Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Zeitschrift fĂŒr bayerische Landesgeschichte. Band 81, 2018, S. 793â795.
âą Arnold Esch: Rudolf Schieffer 1947â2018. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 99, 2019, S. 535â536 (Digitalisat).
âą Klaus Herbers: Nachruf auf Rudolf Schieffer. In: Römische Quartalschrift fĂŒr Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte. Band 114, 2019, S. 1â4.
âą Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historisches Jahrbuch. Band 139, 2019, S. 625â632.
âą Anja Ostrowitzki: Prof. Dr. Rudolf Schieffer (31. Januar 1947 â 14. September 2018). In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Band 130, 2019, S. 402â406.
âą Josef Riedmann: Rudolf Schieffer. In: Ăsterreichische Akademie der Wissenschaften. Almanach. 2018, 168. Jahrgang, Wien 2019, S. 400â402.
âą Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 90â100.
Weblinks
Commons
: Rudolf Schieffer
â Sammlung von Bildern
âą Literatur von und ĂŒber Rudolf Schieffer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⹠Veröffentlichungen von Rudolf Schieffer im Opac der Regesta Imperii
âą Publikationsverzeichnis unter einsichten. Kontextualisierung von Geschichte
âą Theo Kölzer: Rudolf Schieffer, Historiker (1947â2018). In: Portal Rheinische Geschichte 2024.
âą Anja Ostrowitzki: Prof. Dr. Rudolf Schieffer (31. Januar 1947 â 14. September 2018). In: Bayerische Benediktinerakademie e. V. 2018.
âą Claudia Zey: Rudolf Schieffer (1947â2018). WĂŒrdigung fĂŒr den Konstanzer Arbeitskreis fĂŒr mittelalterliche Geschichte (Reichenau, 9.10.2018)
Anmerkungen
cite-note-11. â Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 90â100, hier: S. 93.
cite-note-22. â Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 9â25, hier: S. 12.
cite-note-33. â Rudolf Schieffer: Die Romreise deutscher Bischöfe im FrĂŒhjahr 1070. Anno von Köln, Siegfried von Mainz und Hermann von Bamberg bei Alexander II. In: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter. Band 35, 1971, S. 152â174; Rudolf Schieffer: Zur lateinischen Ăberlieferung von Kaiser Justinians ÎÎŒÎżÎ»ÎżÎłÎŻÎ± ÏÎ·Ï ÏÏÎžÎ·Ï ÏÎŻÏÏΔÏÏ (Edictum de recta fide). In: Kleronomia. Band 3, 1971, S. 285â302; Rudolf Schieffer: Der Papst als Pontifex Maximus. Bemerkungen zur Geschichte eines pĂ€pstlichen Ehrentitels. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung fĂŒr Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung. Band 57, 1971, S. 300â309; Rudolf Schieffer: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv fĂŒr Diplomatik. Band 17, 1971, S. 169â184.
cite-note-44. â Erich Meuthen: Laudatio auf Prof. Dr. Rudolf Schieffer. In: Rheinisch-WestfĂ€lische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1992. Opladen 1992, S. 98â101, hier: S. 100.
cite-note-55. â Acta Conciliorum Oecumenicorum. Tomus IV,3: Index Generalis. Tomorum IâIII. Pars Prima: Indices codicum et auctorum, congessit Rudolfus Schieffer. Berlin 1974.
cite-note-66. â Vgl. dazu die Besprechungen von Josef Semmler in: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter Band 44, 1980, S. 336â340 (online); GĂŒnter Rauch in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung fĂŒr Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung. Band 66, 1980, S. 487â489; Michel Parisse in: Francia. Band 6, 1978, S. 738â740 (online); Georg Scheibelreiter in: Mitteilungen des Instituts fĂŒr Ăsterreichische Geschichtsforschung Band 89, 1981, S. 121â122; Manfred Groten in: Annalen des Historischen Vereins fĂŒr den Niederrhein. Band 180, 1978, S. 172â174; Friedrich Lotter in: Historische Zeitschrift. Band 229, 1979, S. 131â133; Janet L. Nelson in: The Journal of Ecclesiastical History. Band 31, 1980, S. 491â492; Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters. Band 33, 1977, S. 656â657 (online) (Selbstanzeige).
cite-note-77. â Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 9â25, hier: S. 11 f.
cite-note-88. â Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 9â25, hier: S. 18.
cite-note-99. â Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 9â25, hier: S. 16.
cite-note-1010. â Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 9â25, hier: S. 19.
cite-note-1111. â Patrick Bahners: Der JĂŒngling an der Quelle. Dem Historiker Rudolf Schieffer zum Sechzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Januar 2007, Nr. 24, S. 36 (online).
cite-note-1212. â Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historisches Jahrbuch. Band 139, 2019, S. 625â632, hier: S. 632.
cite-note-1313. â Patrick Bahners: Den Anfang macht das Register. Wissenschaft als Beruf bedeutet lebenslange Zuarbeit: Die deutschen Historiker nehmen Abschied von Rudolf Schieffer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 20. MĂ€rz 2019, Nr. 67, S. N3 (online).
cite-note-1414. â Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 90â100, hier: S. 93.
cite-note-1515. â Enno BĂŒnz: Die Monumenta Germaniae Historica 1819â2019. Ein historischer Abriss. In: Mittelalter lesbar machen: Festschrift 200 Jahre Monumenta Germaniae Historica. Grundlagen, Forschung, Mittelalter. Herausgegeben von den Monumenta Germaniae Historica. Wiesbaden 2019, S. 15â36, hier: S. 32.
cite-note-1616. â Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 90â100, hier: S. 96.
cite-note-1717. â Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 9â25, hier: S. 24.
cite-note-1818. â Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historisches Jahrbuch. Band 139, 2019, S. 625â632, hier: S. 632.
cite-note-1919. â Rudolf Schieffer: Monumenta Germaniae Historica. Bericht ĂŒber das Jahr 2011/12. In: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters. Band 68, 2012, S. IâXIII, hier: S. I und III. (online). Vgl. dazu auch Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historisches Jahrbuch. Band 139, 2019, S. 625â632, hier: S. 632.
cite-note-2020. â Claudia MĂ€rtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 27â44, hier: S. 34.
cite-note-2121. â Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 9â25, hier: S. 21 f.
cite-note-2222. â Liste abgeschlossener Promotionen geordnet nach Erscheinungsjahren [Angabe des Promotionsortes], durchgesehen und ergĂ€nzt von Claudia Zey. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 81â83.
cite-note-2323. â Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 90â100, hier: S. 93.
cite-note-2424. â Traueranzeige. In: Bonner General-Anzeiger. 21. September 2018.
cite-note-2525. â Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019.
cite-note-2626. â Rudolf Schieffer: Der MediĂ€vist Wilhelm Levison (1876â1947). In: Kurt DĂŒwell u. a. (Hrsg.): Vertreibung jĂŒdischer KĂŒnstler und Wissenschaftler aus DĂŒsseldorf 1933â1945. DĂŒsseldorf 1998, S. 165â175.
cite-note-2727. â Rudolf Schieffer: Gerold Meyer von Knonaus Bild von Heinrich IV. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Heinrich IV. Ostfildern 2009, S. 73â86 (online).
cite-note-2828. â Rudolf Schieffer: Wilhelm von Giesebrecht (1814â1889). In: Katharina Weigand (Hrsg.): MĂŒnchner Historiker zwischen Politik und Wissenschaft. 150 Jahre Historisches Seminar der Ludwigs-Maximilians-UniversitĂ€t. MĂŒnchen 2010, S. 119â136.
cite-note-2929. â Rudolf Schieffer: Arno Borst und die Monumenta Germaniae Historica. In: Rudolf Schieffer, Gabriela Signori: Arno Borst (1925â2007). Ostfildern 2009, S. 15â19.
cite-note-3030. â Rudolf Schieffer: Paul Fridolin Kehr. In: Hans-Christof Kraus (Hrsg.): Geisteswissenschaftler II (= Berlinische Lebensbilder, Band 10). Berlin 2012, S. 127â146.
cite-note-3131. â Rudolf Schieffer: Im Schatten des Dritten Reiches. Ein erstes Buch ĂŒber die bundesdeutsche MediĂ€vistik nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter. Band 71, 2007, S. 283â291 (online).
cite-note-3232. â Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 90â100, hier: S. 97.
cite-note-3333. â Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historisches Jahrbuch. Band 139, 2019, S. 625â632, hier: S. 629.
cite-note-3434. â Rudolf Schieffer: Die Entstehung des pĂ€pstlichen Investiturverbots fĂŒr den deutschen König. Stuttgart 1981.
cite-note-3535. â Rudolf Schieffer: Die Romreise deutscher Bischöfe im FrĂŒhjahr 1070. Anno von Köln, Siegfried von Mainz und Hermann von Bamberg bei Alexander II. In: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter. Band 35, 1971, S. 152â174; Ders: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv fĂŒr Diplomatik. Band 17, 1971, S. 169â184; Ders: Spirituales latrones. Zu den HintergrĂŒnden der Simonieprozesse in Deutschland zwischen 1069 und 1075. In: Historisches Jahrbuch. Band 92, 1972, S. 19â60; Ders: Von Mailand nach Canossa. Ein Beitrag zur Geschichte der christlichen HerrscherbuĂe von Theodosius d. Gr. bis zu Heinrich IV. In: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters. Band 28, 1972, S. 333â370 (online).
cite-note-3636. â Vgl. beispielsweise Rudolf Schieffer: Die Romreise deutscher Bischöfe im FrĂŒhjahr 1070. Anno von Köln, Siegfried von Mainz und Hermann von Bamberg bei Alexander II. In: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter. Band 35, 1971, S. 152â174.
cite-note-3737. â Vgl. beispielsweise Rudolf Schieffer: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv fĂŒr Diplomatik. Band 17, 1971, S. 169â184.
cite-note-3838. â Claudia MĂ€rtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 27â44, hier: S. 38. Vgl. beispielsweise Rudolf Schieffer: Von Mailand nach Canossa. Ein Beitrag zur Geschichte der christlichen HerrscherbuĂe von Theodosius d. Gr. bis zu Heinrich IV. In: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters. Band 28, 1972, S. 333â370.
cite-note-3939. â Claudia MĂ€rtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 27â44, hier: S. 41; Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 90â100, hier: S. 95.
cite-note-4040. â Rudolf Schieffer: Zur historischen Dimension der europĂ€ischen Einigungsdebatte. In: Jahres- und Tagungsbericht der Görres-Gesellschaft. Band 2006, 2005, S. 35â44; Vorabdruck: Einheit in Vielfalt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. Dezember 2005; Nachdruck: Deutscher Hochschulverband (Hrsg.): Glanzlichter der Wissenschaft. Saarwellingen 2006, S. 113â120.
cite-note-4141. â Rudolf Schieffer: Die Karolinger. Stuttgart 1992.
cite-note-4242. â Rudolf Schieffer: Die Zeit der spĂ€ten Salier (1056â1125). In: Franz Petri, Georg Droege (Hrsg.): Rheinische Geschichte. Band 1/3: Hohes Mittelalter. DĂŒsseldorf 1983, S. 121â198.
cite-note-4343. â Rudolf Schieffer: Domkapitel und Reichskirche. In: Michael Brandt, Arne Eggebrecht (Hrsg.): Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen. Katalog der Ausstellung Hildesheim 1993, S. 269â273; Rudolf Schieffer: Reliquientranslationen nach Sachsen. In: Christoph Stiegemann, Matthias Wemhoff (Hrsg.): 799. Kunst und Kultur der Karolingerzeit. 3 BĂ€nde. Mainz 1999, Band 3, S. 484â497; Rudolf Schieffer: Meinwerk und seine Mitbischöfe. In: Christoph Stiegemann, Martin Kroker (Hrsg.): FĂŒr Königtum und Himmelreich. 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn. Katalog zur JubilĂ€umsausstellung im Museum in der Kaiserpfalz und im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn 2009/2010. Regensburg 2009, S. 74â87.
cite-note-4444. â Rudolf Schieffer (Hrsg.): Mittelalterliche Texte. Ăberlieferung â Befunde â Deutungen. Kolloquium der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica am 28./29. Juni 1996. MĂŒnchen 1996. Vgl. dazu die Besprechungen von Martin Bertram in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 77, 1997, S. 523â525 (online); Alberto BartĂČla in: Rivista di storia della Chiesa in Italia. Band 52, 1998, S. 583â585.
cite-note-4545. â Rudolf Schieffer: Die ErschlieĂung des Mittelalters am Beispiel der Monumenta Germaniae Historica. In: Lothar Gall, Rudolf Schieffer (Hrsg.): Quelleneditionen und kein Ende? Symposium der Monumenta Germaniae Historica und der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, MĂŒnchen, 22./23. Mai 1998. MĂŒnchen 1999, S. 1â15.
cite-note-4646. â Claudia MĂ€rtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 27â44, hier: S. 36.
cite-note-4747. â Rudolf Schieffer: Stein und die AnfĂ€nge der Monumenta. In: Heinz Duchhardt (Hrsg.): Stein. Die spĂ€ten Jahre des preuĂischen Reformers 1815â1831. Göttingen 2007, S. 1â14.
cite-note-4848. â Rudolf Schieffer: Die ersten Begegnungen der Monumenta Germaniae Historica mit Frankreich. In: Klaus Hildebrand, Udo Wengst, Andreas Wirsching (Hrsg.): Geschichtswissenschaft und Zeiterkenntnis. Von der AufklĂ€rung bis zur Gegenwart. Festschrift zum 65. Geburtstag von Horst Möller. MĂŒnchen 2008, S. 505â517, hier: S. 511 (online).
cite-note-4949. â Rudolf Schieffer: Die Monumenta Germaniae Historica und das Kirchenrecht. In: Uta-Renate Blumenthal, Kenneth Pennington, Atria A. Larson (Hrsg.): Proceedings of the Twelfth International Congress of Medieval Canon Law, Washington D. C., 1â7 August 2004. CittĂ del Vaticano 2008, S. 1097â1104.
cite-note-5050. â Rudolf Schieffer: Bayern und die Monumenta Germaniae Historica zur Zeit der GrĂŒndung der Historischen Kommission. In: Dieter Hein, Klaus Hildebrand, Andreas Schulz (Hrsg.): Historie und Leben. Der Historiker als Wissenschaftler und Zeitgenosse. Festschrift fĂŒr Lothar Gall zum 70. Geburtstag. MĂŒnchen 2006, S. 44â51 (online).
cite-note-5151. â Rudolf Schieffer: Monastisches in den Monumenta Germaniae Historica. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Band 118, 2007, S. 31â43.
cite-note-5252. â Rudolf Schieffer: Memorialquellen in den Monumenta Germaniae Historica. In: Dieter Geuenich, Uwe Ludwig (Hrsg.): Libri vitae. Gebetsgedenken in der Gesellschaft des FrĂŒhen Mittelalters. Köln u. a. 2015, S. 17â32.
cite-note-5353. â Rudolf Schieffer: Schriftkultur und Reichsverwaltung unter den Karolingern, Referate des Kolloquiums der Nordrhein-WestfĂ€lischen Akademie der Wissenschaften am 17./18. Februar 1994 in Bonn. Opladen 1996, S. 7. Vgl. dazu die Besprechungen von Wilhelm Kurze in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 77, 1997, S. 545â546 (online); Clausdieter Schott in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung fĂŒr Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung. Band 119, 2002, S. 460â461; Philippe Depreux in: Francia. Band 25/1, 1998, S. 312â315 (online); Reinhard Schneider In: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter. Band 64, 2000, S. 392â394 (online).
cite-note-5454. â Vgl. dazu die Besprechungen von Oliver Guyotjeannin in: Francia. Band 22/1, 1995, S. 254 (online); Roger Collins in: The Journal of Modern History. Band 22, 1996, S. 104; Wolfgang Eggert in: Mitteilungen des Instituts fĂŒr Ăsterreichische Geschichtsforschung. Band 104, 1996, S. 446.
cite-note-5555. â Matthias Becher: Nachruf auf Rudolf Schieffer in der Sitzung der Klasse fĂŒr Geisteswissenschaften am 13. Februar 2019. In: Jahrbuch Nordrhein-WestfĂ€lische Akademie der Wissenschaften. 2019, S. 127â131, hier: S. 129.
cite-note-5656. â Vgl. dazu die Besprechung von Pierre Toubert in: Francia. Band 33, 2006, S. 261â262 (online).
cite-note-5757. â Rudolf Schieffer: Die Beziehungen karolingischer Synoden zum Papsttum. In: Annuarium Historiae Conciliorum. Band 27/28, 1995/96, S. 147â163, hier: S. 161.
cite-note-5858. â Rudolf Schieffer: Zur Effizienz letztwilliger VerfĂŒgungen der Karolinger. In: Brigitte Kasten (Hrsg.): Herrscher- und FĂŒrstentestamente im westeuropĂ€ischen Mittelalter. Köln u. a. 2008, S. 321â330.
cite-note-5959. â Rudolf Schieffer: Wissenschaftliche Arbeit im 9. Jahrhundert. Paderborn 2010.
cite-note-6060. â Rudolf Schieffer: Der ottonische Reichsepiskopat zwischen Königtum und Adel. In: FrĂŒhmittelalterliche Studien. Band 23, 1989, S. 291â301.
cite-note-6161. â Gruppenbindung, Herrschaftsorganisation und Schriftkultur unter den Ottonen (mit BeitrĂ€gen von Gerd Althoff, Joachim Ehlers, Hagen Keller, Rudolf Schieffer). In: FrĂŒhmittelalterliche Studien. Band 23, 1989, S. 244â317.
cite-note-6262. â Hagen Keller: Gruppenbindungen, Spielregeln, Rituale. In: Claudia Garnier, Hermann Kamp (Hrsg.): Spielregeln der MĂ€chtigen. Mittelalterliche Politik zwischen Gewohnheit und Konvention. Darmstadt 2010, S. 19â31, hier: S. 26.
cite-note-6363. â Rudolf Schieffer. Gruppenbindung, Herrschaftsorganisation und Schriftkultur unter den Ottonen. In: FrĂŒhmittelalterliche Studien. Band 23, 1989, S. 291â301, hier: S. 293.
cite-note-6464. â Rudolf Schieffer: Karolingische und ottonische Kirchenpolitik. In: Dieter R. Bauer, Rudolf Hiestand, Brigitte Kasten, Sönke Lorenz (Hrsg.): Mönchtum â Kirche â Herrschaft 750â1000. Sigmaringen 1998, S. 311â325.
cite-note-6565. â Rudolf Schieffer: Der geschichtliche Ort der ottonisch-salischen Reichskirchenpolitik. Opladen 1998, S. 8 (online). Vgl. dazu die Besprechungen von Bernd SchneidmĂŒller in: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter. Band 63, 1999, S. 340â341 (online); Elisabeth Magnou-Nortier in: Francia. Band 27/1, 2000, S. 320â322 (online).
cite-note-6666. â Rudolf Schieffer: Der geschichtliche Ort der ottonisch-salischen Reichskirchenpolitik. Opladen 1998, S. 8 (online).
cite-note-6767. â Rudolf Schieffer: Bischofserhebungen im westfrĂ€nkisch-französischen Bereich im spĂ€ten 9. und im 10. Jahrhundert. In: Franz-Reiner Erkens (Hrsg.): Die frĂŒh- und hochmittelalterliche Bischofserhebung im europĂ€ischen Vergleich. Köln u. a, S. 59â82.
cite-note-6868. â Vgl. dazu die Besprechungen von Tilman Struve in: Historische Zeitschrift Band 238, 1984, S. 384â385; Harald Dickerhof in: Historisches Jahrbuch. Band 103, 1983, S. 213â215; Hermann Jakobs in: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter Band 46, 1982, S. 328â329; Michel Bur in: Francia. Band 11, 1983, S. 740â741 (online); Anton Scharer in: Mitteilungen des Instituts fĂŒr Ăsterreichische Geschichtsforschung. Band 92, 1984, S. 451â452; Friedrich Kempf in: Archivum Historiae Pontificiae. Band 20, 1982, S. 409â415; Timothy Reuter in: The Journal of Ecclesiastical History. Band 33, 1982, S. 454â456.
cite-note-6969. â Rudolf Schieffer: Die Entstehung des pĂ€pstlichen Investiturverbots fĂŒr den deutschen König. Stuttgart 1981, S. 171.
cite-note-7070. â Vgl. Johann Englberger: Gregor VII. und die Investiturfrage. Quellenkritische Studien zum angeblichen Investiturverbot von 1075. Köln u. a. 1996; Stefan Beulertz: Das Verbot der Laieninvestitur im Investiturstreit. Hannover 1991.
cite-note-7171. â Johannes Laudage: Nochmals: Wie kam es zum Investiturstreit? In: Jörg Jarnut, Matthias Wemhof (Hrsg.): Vom Umbruch zur Erneuerung? Das 11. und beginnende 12. Jahrhundert â Positionen der Forschung. MĂŒnchen 2006, S. 133â150, hier: S. 149; Johannes Laudage: Wann erging das erste pĂ€pstliche Investiturverbot? Studien zur Fastensynode von 1075. In: Annuarium Historiae Conciliorum. Band 38, 2006, S. 73â94.
cite-note-7272. â Uta-Renate Blumenthal: Gregor VII. Papst zwischen Canossa und Kirchenreform. Darmstadt 2001, S. 177â178.
cite-note-7373. â Rudolf Schieffer: Spirituales latrones. Zu den HintergrĂŒnden der Simonieprozesse in Deutschland zwischen 1069 und 1075. In: Historisches Jahrbuch. Band 92, 1972, S. 19â60; Rudolf Schieffer: Geistliches Amt und schnöder Mammon. Zur Bewertung der Simonie im hohen Mittelalter. In: JĂŒrgen Petersohn (Hrsg.): Mediaevalia Augiensia. Forschungen zur Geschichte des Mittelalters. Stuttgart 2001, S. 359â374; Rudolf Schieffer: Zum Umgang der Karolingerzeit mit Simonie. In: Oliver MĂŒnsch, Thomas Zotz (Hrsg.): Scientia veritatis. Festschrift fĂŒr Hubert Mordek zum 65. Geburtstag. Ostfildern 2004, S. 117â126.
cite-note-7474. â Jochen Johrendt: Der Investiturstreit. Darmstadt 2018, S. 9.
cite-note-7575. â Rudolf Schieffer: Der Investiturstreit im Bilde der Zeit nach 1122. In: Klaus Herbers (Hrsg.): Europa an der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert. BeitrĂ€ge zu Ehren von Werner Goez. Stuttgart 2001, S. 248â260.
cite-note-7676. â Rudolf Schieffer: Worms, Rom und Canossa (1076/77) in zeitgenössischer Wahrnehmung. In: Historische Zeitschrift. Band 292, 2011, S. 593â612, hier: S. 611.
cite-note-7777. â Rudolf Schieffer: Motu proprio. Ăber die papstgeschichtliche Wende im 11. Jahrhundert. In: Historisches Jahrbuch. Band 122, 2002, S. 27â41, hier: S. 28.
cite-note-7878. â Rudolf Schieffer: Zum âSutriliedâ. In: Matthias Thumser (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Mittelalters. JĂŒrgen Petersohn zum 65. Geburtstag. Stuttgart 2000, S. 82â91.
cite-note-7979. â Rudolf Schieffer: Das Reformpapsttum seit 1046. In: Christoph Stiegemann, Matthias Wemhoff (Hrsg.): Canossa 1077. ErschĂŒtterung der Welt. MĂŒnchen 2006, S. 99â109.
cite-note-8080. â Rudolf Schieffer: Gregor VII. und die Absetzung König Heinrichs IV. In: Inge Kroppenberg, Martin Löhnig, Dieter Schwab (Hrsg.): Recht â Religion â Verfassung. Festschrift fĂŒr Hans-JĂŒrgen Becker. Bielefeld 2009, S. 197â204 (online).
cite-note-8181. â Rudolf Schieffer: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv fĂŒr Diplomatik Band 17, 1971, S. 169â184 (online).
cite-note-8282. â Rudolf Schieffer: Gregor VII. â ein Versuch ĂŒber die historische GröĂe. In: Historisches Jahrbuch. Band 97/98, 1978, S. 87â107 (online).
cite-note-8383. â Rudolf Schieffer: War Gregor VII. Mönch? In: Historisches Jahrbuch. Band 125, 2005, S. 351â362, hier: S. 360 (online).
cite-note-8484. â Vgl. dazu die Besprechungen von Sylvain Gouguenheim in: Francia-Recensio, 2012â1 (online); Georg Schwaiger in: Das Historisch-Politische Buch. Band 58, 2010, S. 366â367.
cite-note-8585. â Rudolf Schieffer: Papst Gregor VII. Kirchenreform und Investiturstreit. MĂŒnchen 2010, S. 8 f.
cite-note-8686. â Rudolf Schieffer: Christianisierung und Reichsbildungen. Europa 700â1200. MĂŒnchen 2013, S. 8 f.
cite-note-8787. â Vgl. dazu die Besprechung von Michael Borgolte in: Historische Zeitschrift. Band 299, 2014, S. 457â458. Weitere Besprechung von Hendrik Hess in: Das Mittelalter. Band 21, 2016, S. 230â231.
cite-note-8888. â Vgl. dazu die Besprechungen von Gerhard Schmitz in: Francia. Band 8, 1980, S. 790â791 (online); Wilfried Hartmann in: Mittellateinisches Jahrbuch. Band 20, 1985, S. 285â286.
cite-note-8989. â Claudia MĂ€rtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 27â44, hier: S. 40.
cite-note-9090. â Vgl. dazu die Besprechungen von Johannes Laudage in: Annuarium Historiae Conciliorum. Band 37, 2005, S. 231â233; Lotte KĂ©ry in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung fĂŒr Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung. Band 91, 2005, S. 809â813; Gerhard Köbler in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung fĂŒr Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung. Band 122, 2005, S. 493â494; David Ganz in: The Journal of Ecclesiastical History Band 56, 2005, S. 557â558; Philippe Bauss in: Analecta Bollandiana. Band 123, 2005, S. 452â453; Swen Holger Brunsch in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 85, 2005, S. 654â655 (online); Patrick Demouy in: Revue Historique. Band 307, 2005, S. 390â391; Brigitte Kasten in: Rheinische VierteljahrsblĂ€tter Band 69, 2005, S. 301â302 (online); C. Francisco Bertelloni in: Patristica et Mediaevalia. Band 27, 2006, S. 125â126; Brigitte Meijns in: Speculum. Band 81, 2006, S. 596â598; Karl Josef Heidecker in: Revue dâhistoire ecclĂ©siastique Band 102, 2007, S. 205â206; Pierre Toubert in: Le Moyen Ăge. Band 114, 2008, S. 660â662.
cite-note-9191. â Vgl. dazu die Besprechungen von Linda Dohmen in: Historische Zeitschrift. Band 310, 2020, S. 474â475; Patrick Demouy in: Francia-Recensio, 2019-1 (online).
cite-note-9292. â Rudolf Schieffer: Bleibt der Archipoeta anonym? DĂŒsseldorf 1990 aus: Mitteilungen des Instituts fĂŒr Ăsterreichische Geschichtsforschung. Band 98, 1990, S. 59â79 (online).
cite-note-9393. â Rudolf Schieffer: Altbayern, Franken und Schwaben. Die Zeit von 1046 bis 1215: Die Bischöfe zwischen König und Papst. In: Walter BrandmĂŒller (Hrsg.): Handbuch der Bayerischen Kirchengeschichte. Band 1/1, St. Ottilien 1998, S. 229â269.
cite-note-9494. â Rudolf Schieffer: Bayerische Herzöge im Blickfeld der PĂ€pste des frĂŒhen und hohen Mittelalters. In: Zeitschrift fĂŒr Bayerische Landesgeschichte. Band 80, 2017, S. 1â21.
cite-note-9595. â Mitgliedschaften in Wissenschaftsorganisationen und wissenschaftlichen BeirĂ€ten â Wissenschaftsorganisatorische TĂ€tigkeiten, zusammengestellt von Claudia Zey. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947â2018. MĂŒnchen 2019, S. 76â80.
cite-note-9696. â Mitgliedseintrag von Rudolf Schieffer bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 30. Dezember 2025.
cite-note-9797. â Mitglieder: Rudolf Schieffer. NiedersĂ€chsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 30. Dezember 2025.
cite-note-9898. â Vgl. dazu die Besprechungen von Hans-Werner Goetz in: Das Mittelalter. Band 11, 2006, S. 199â200; Immo Eberl in: Schweizerische Zeitschrift fĂŒr Geschichte. Band 56, 2006, S. 494â495 (online); Joachim Schneider in: sehepunkte 7, 2007, Nr. 4 [15. April 2007] (online).
cite-note-9999. â Rudolf Schieffer: Weltgeltung und nationale VerfĂŒhrung. Die deutschsprachige MediĂ€vistik vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1918. In: Peter Moraw, Rudolf Schieffer (Hrsg.): Die deutschsprachige MediĂ€vistik im 20. Jahrhundert. Ostfildern 2005, S. 39â61 (online). Vgl. dazu die Besprechung von Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters. Band 62, 2006, S. 232â233 (online).
cite-note-100100. â Vgl. dazu die Besprechungen von Ulrich Nonn in: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters. Band 67, 2011, S. 279â281 (online); Stefanie Dick in: sehepunkte 10, 2010, Nr. 12 (15. Dezember 2010) (online).
cite-note-101101. â Vgl. etwa die BeitrĂ€ge Rudolf Schieffer: Gerold Meyer von Knonaus Bild von Heinrich IV. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Heinrich IV. Ostfildern 2009, S. 73â86 (online); Rudolf Schieffer: Die Ausbreitung der Königssalbung im hochmittelalterlichen Europa. In: Matthias Becher (Hrsg.): Die mittelalterliche Thronfolge im europĂ€ischen Vergleich. Ostfildern 2017, S. 43â78 (online).
cite-note-102102. â Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947â2018). In: Historisches Jahrbuch. Band 139, 2019, S. 625â632, hier: S. 626.